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Steve Jobs verlässt Apple

geschrieben am 25. August 2011 um 08:54 von Pipo

Seit einiger Zeit beherrscht die Tagesschau-App Push-Benachrichtigungen bei ganz besonderen Eilmeldungen. Wenn man morgens aufwacht und das Handy Smartphone blinkt, weiß man, dass man irgendetwas verpasst hat. Dabei weiß man vorher nie worum es geht – eine brisante Eilmeldung halt. Das gleiche Spiel heute morgen: Handy blinkt, verschlafen die App öffnen, News-Headline lesen – Steve Jobs tritt zurück.

Goodbye Steve Jobs

Wer jetzt denkt, dies wäre eine News, die nur irgendwelche manischen Apple-Fans interessiert, der interessiert sich wiederum wahrscheinlich überhaupt nicht für Technik und Wirtschaft. Mit Steve Jobs verlässt nicht irgendwer die Berufswelt, sondern der CEO des vor zwei Wochen zum wertvollsten Unternehmen ernannten Konzerns der Welt. Zu diesem Zeitpunkt überholten die Börsenwerte von Apple die des bisherigen Spitzenreiters ExxonMobil. Dies hat natürlich auch wirtschaftliche Folgen. So vielen die Aktien von Apple heute morgen um 6%. Relativ wenig wie ich finde. Der Markt reagiert vermutlich gelassen, weil  er sich gewissermaßen auf die Meldung einstellen konnte. Jobs Rücktritt ist ein Schritt, der wegen jahrelanger schlechter Gesundheit lange geplant war. Nur der genau Tag stand nie fest. Auch sein Nachfolger Tim Cook wurde dementsprechend von langer Hand auf seinen neuen Posten vorbereitet. Außerdem bleibt Jobs dem Konzern erhalten. Er möchte den Vorstandsvorsitz übernehmen und weiterhin bei Apple angestellt sein. Wie sich die technologischen Innovationen von Apple in Zukunft entwickeln, bleibt aber abzuwarten. Jobs stand federführend hinter allen Apple-Produkten des letzten Jahrzehnts und was das iPhone und das iPad so alles angerichtet haben, weiß ja jeder. Zuletzt strich Hewlett-Packard die Segel, welche sich mit ihrem webOS Betriebssystem nicht auf dem mittlerweile übermächtigen Smartphone und Tablet Markt halten konnten und dadurch auch beim PC-Markt herbe Verluste erlitten. Eine andere nette Anekdote: Einer der Erfinder des PCs, der IBM-Entwickler Mark Dean, nutzt 30 Jahre nach dem ersten IBM Computer mittlerweile hauptsächlich ein Tablet – ohne die Erfindung des iPads würde er das heute und viele andere wahrscheinlich nicht machen.

Der junge Steve Jobs und sein Apfel

Der junge Steve Jobs und sein Apfel

Auch ohne Steve Jobs an der Spitze – oder gerade jetzt wo er fehlt? – bin ich umso mehr gespannt, wie es mit Apple, aber vor allem in der technologischen Welt in Zukunft weitergeht. Wird Apple weiter Innovationsbomben raushauen? Oder wird es langsam Zeit für eine neue Firma, die Apples platz einnimmt – mit einem neuen charismatischen Frontmann. Denn eins steht so ziemlich fest: Cook wird niemals vollständig in Jobs Fußstapfen treten können. Und das sage ich, obwohl ich persönlich Jobs noch nicht einmal so übertrieben sympathisch fand. Aber beeindruckend war es schon, wie er Apple Ende der 90er kurz vor der Pleite rettete und zu dem aufbaute, was es jetzt ist. Von damals zu heute hat sich die Apple-Aktie um ~9000% erhöht (laut N-TV eben).

Mein morgendlicher Radiosender fasste den nächtlichen Vorgang für Windowsnutzer in drei Worten zusammen: Steuerung, Alt, Entfernen.

Via Tagesschau.

[UPDATE]

Vielleicht ganz interessant sind die Stimmen anderer Blogger:

„Übertriebene Awesomeness mit einem Hauch Magical shiny shiny.“

Caschy über Jobs Keynotes, sowie weiter:

„Ein Steve Jobs ist (wie auch Bill Gates, Konrad Zuse und alle, die mir nicht einfallen) sind für mich die die Galileo Galileis unser Zeit.“

Für die Jungs von basicthinking ist dagegen jegliche Art von Nachruf verfrüht:

„Cook wird den Teufel tun, etwas anders zu machen als bisher. Never change a running system. Und von Jobs werden wir außerdem mit Sicherheit noch einiges hören. Also: beruhigt euch alle mal wieder.“



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