OS X Lion bringt intuitivere Arbeit mit externen Displays
geschrieben am 8. August 2011 um 11:53 von Enno
Für mich eins der absoluten Geht-mal-gar-nicht-Verhalten unter Snow Leopard war das Anschließen eines externen Displays. Wollte man mit MacBook-Display und einem externen Monitor arbeiten, gab es eigentlich keine Probleme. Einfach anstöpseln und man hatte beide Bildschirme zur Verfügung.
Probleme bekam man, sobald man nur das externe Display verwenden wollte. Für mich kein selten benötigter Umstand. Wer will schon gern auf unterschiedlich großen Monitoren arbeiten? Dann doch lieber alles auf einem 22-Zoller und gut.
Die auf’s Allerderbste umständliche, absolut Apple-untypische, allerdings sogar offiziell empfohlene Vorgehensweise dazu lautet wie folgt:
Daraufhin erscheint dann der Bildschirminhalt auf dem externen Display und auch nur dort. Ziel erreicht – wenn auch auf eine sehr unelegante Art und Weise.
Suboptimale Kühlung bei geschlossenem MacBook-Display
Ein MacBook ist sexy, keine Frage. Das Design is halt Bombe. Man sieht auch im Gegensatz zu so manch anderen Modellen keine Lüftungsschlitze oder ähnliches. Frage dadurch: wie wird zur Kühlung Luft angesaugt bzw. abgegeben? Antwort: über die Tastatur bzw. die Display-Scharniere. Klingt komisch, ist aber so.
Mein Eindruck dabei ist allerdings, dass wenn ich das Display zuklappe, die Luft weniger gut zirkuliert. Bestätigt wird meine Vermutung dadurch, dass wenn meine CPU jenseits der 70°C arbeitet, ich gern mal das Display wieder aufklappe. Wenn ich dann mit meiner Hand über den oberen Bereich der Tastatur fühle, merke ich die Hitze, die sich da entwickelt.
Darum hatte ich mein Display eigentlich nie lange zugeklappt (Apple bezeichnet das als “Clamshell Mode”), da ich Angst vor zu großer Hitzeentwicklung hatte. Das ging unter Snow Leopard auch ganz gut. Sobald mein MacBook geschnallt hat, dass ich den Bildschirminhalt nur auf dem externen Display haben möchte, konnte ich das Display wieder auf- und zuklappen wie ich lustig war. Zum Glück.
Mit OS X Lion wird das MacBook dahingehend (vermeintlich?) klüger
Wenn ich nun aber selbes Vorgehen unter OS X Lion anwende, merke ich, dass auch Apple mittlerweile realisiert hat, wie bescheurt und unintuitiv das Verhalten beim Anschließen externer Monitore ist. Das äußert sich darin, dass ich das MacBook nun nicht länger in den Ruhezustand bringen muss, um den Bildschirminhalt nur auf das externe Display zu bekommen. Einfach externen Monitor anschließen, MacBook-Display zuklappen und der Bums läuft. Sehr gut, Apple.
Allerdings reagiert das MacBook jetzt auch (ungewollt), wenn ich sein Display aufklappe, um zu hohe Hitzeentwicklung zu verhindern. Das Display wird aktiviert und ich habe nun zwei Monitore. Was für die meisten User gewünschtes Verhalten ist, finde ich in dem Fall reudig. Will ich nun wirklich nur mit meinem externen Monitor arbeiten, bin ich gezwungen das MacBook-Display geschlossen zu lassen.
Ich werde wohl oder übel darauf vertrauen müssen, dass mein MacBook auch bei geschlossenem Display mit der Luftzirkulation schon irgendwie klar kommt








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