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Feeds lesen wie ein Boss

geschrieben am 30. Juli 2011 um 11:04 von Enno

Ich hoffe man erkennt meine kleine Hommage an Spiegel Offline 😉

Für mich ist ein RSS-Feedreader sehr wichtig, da ich über den Tag verteilt ziemlich viele Neuigkeiten reingeballert bekomme. Seitdem ich den heise-Feed gekickt habe, ist es nicht mehr ganz so schlimm., aber ich kann dabei immer noch viel Zeit lassen. Umso wichtiger ist es, dass mir das Durchforsten der frischesten News Spaß macht und vor allem dass es so schnell wie möglich vonstatten geht.

Ein Mac-Client als RSS-Reader

Ich habe seit jeher den Google Reader für diese Zwecke benutzt. Ist nicht schön, aber schnell und einfach. Google halt. Vor kurzem bin ich durch Zufall auf die (Mac-)App für’s Konsumieren von Feeds gestoßen: Reeder.

Reeder für Mac

Reeder für Mac

Unglaublich sexy und Einbindung allerlei Services (für mich ist dabei „Read It Later“ interessant). Natürlich kostet das Ding Geld (8 Euronen). Ich war allerdings bereit das Geld auszugeben, da ich bisher nur Gutes gelesen hab, und die Screenshots, die ich gesehen hab, gefallen mir.

Gute Apps sollten bezahlt werden. Eine Testversion ist mir in solchen Fällen aber lieber, steht aber leider nicht zur Verfügung 🙁 Deswegen wollte ich nochmal eine Nacht drüber schlafen. Ich hatte in letzter Zeit recht viel Geld für Software ausgegeben (was BTW in einigen Reviews hier auf senäh münden wird ;)).

Kostenlos siegt

Lustigerweise bin ich am nächsten Tag ohne danach zu suchen bei Cocas Blog auf eine Chrome-Extension gestoßen, die das Design des Google Readers enorm verbessert und sich dabei an besagtem sexy Design von Reeder orientiert. Das Ganze ist – das muss man sagen – nicht in Gänze ausgereift, der Autor weißt auch selbst darauf hin.

Hinweis vom Entwickler

Hinweis vom Entwickler

Nichtsdestotrotz ist der Google Reader n Kombination mit der Extension durch die Bank weg benutzbar. Macht gleich nochmal nen Zacken mehr Spaß und ich kanns nur jedem empfehlen!

Startseite des Google Readers mit der Extension "3 Column Reader"

Startseite des Google Readers mit der Extension "3 Column Reader"

Ansicht eines einzelnen Artikels

Ansicht eines einzelnen Artikels

Die Extension gibt es hier für Safari und Chrome. Habe wie gesagt nur unter Chrome getestet, also bitte nicht hauen, wenn’s im Safari Scheiße aussieht 😉

Außerdem: iPhone

Wenn ich z.B. gerade in der Bahn sitze und ein paar freie Minuten hab, zücke ich oft mein heiß geliebtes iPhone aus der Tasche, um ein paar Feeds zu lesen. Dazu habe ich bis jetzt immer die mobile Version des Google Readers im Safari geöffnet. Das war ok, aber nicht hübsch. Oftmals les ich dabei auch gar nicht die ganzen Artikel sondern sammle Links für meine Read It Later Liste. Da der Google Reader von Haus aus (natürlich) keine Read It Later Unterstützung anbietet, stellt sich das immer wieder als recht umständlich heraus.

Mit der iPhone-App zum oben kurz vorgestellten Mac-Client Reeder ist dieses Problem gelöst. Nicht nur eben so sexy wie die Mac-Version, sondern auch Integration der gängigen Services (natürlich Read It Later aber z.B. auch Instapaper). Man hat auch die Möglichkeit Readability zu aktivieren, wodurch der Artikel ohne das eigentliche Layout dargestellt wird. Nur Text. Gut lesbar. Schön. Und zeitsparend. Hiha!

Reeder-App vs. mobile Version des Google Readers

Reeder-App vs. mobile Version des Google Readers

Kostet zwar 2,39€, aber das ist vollkommen ok. Ich bin damit echt produktiver und es macht einfach mehr Spaß.

Soviel also zu meinen Gepflogenheiten beim Lesen von RSS-Feeds. Nachdem wir ja bereits gemeinsam festgestellt haben, dass RSS nicht tot ist, würde mich nun noch interessieren, wie ihr lest. Am Rechner oder mobil, Google oder nicht, Smartphone oder Tablet, …



Kommentare (5)

Pipo

geschrieben am 30. Juli 2011 um 11:24

Hmm, auf den Desktop nutze ich die Google Reader Weboberfläche und die Google Reader Checker Extension. Vielleicht nicht schick, aber schnell und mir am Desktop am wichtigsten. Wenn ich's schick haben will, surfe ich die entsprechenden Webseiten an 🙂

Unterwegs nutze ich auf Android NewsRob. Den find ich ziemlich cool. (Auch vom Design her... mehr Kontrast als Reeder. Ich kann mich mit dem gräulichen Design immer nicht 100%ig anfreunden.) Hatte auch mal andere Reader auf Android probiert, aber die hatten immer irgendwelche Macken (keine Umlaute dargestellt, etc.). 

Pipo

geschrieben am 30. Juli 2011 um 11:29

Kleiner Nachtrag:
Ich nutze meine RSS-Feeds aber vielleicht auch ein bisschen anders. Ich lese fast nur die Schlagzeilen, weil ich größtenteils Nachrichtenseiten eingetragen habe und keine Blogs mit "echten" Artikeln. Ich lese vielleicht 5-10% der Artikel. Aber das Nachrichtenscannen geht über Reader wesentlich schneller als auf anderen Wegen.

Stephan

geschrieben am 30. Juli 2011 um 14:27

Früher hab ich so einige Designs für den Google Reader ausprobiert und kehrte doch immer wieder zum Normalen zurück. Entweder es gab irgendwelche Macken, oder das Design ist mir nach gewisser Zeit auf die Nerven gegangen. 
Auch das hier vorgestellte Design kann mich nicht überzeugen. Es ist mir zu umständlich zum Artikel zu kommen. Besonders schön ist das von Haus aus Design vom Google Reader wirklich nicht und Blogs etc. die mich optisch ansprechen, steuer ich auch lieber direkt an. Nur mache ich das mit allen rss-feeds, seh ich mich mit ziemlich langen Ladezeiten konfrontiert.
Ich versuch den Spagat zwischen "Lohnt sich direkt anzusteuern" und "Lohnt sich nicht direkt anzusteuern -> rss-feed".

Ich lese die feeds ausschließlich am Desktop, habe wie Pipo die Google Reader Checker Extension. Zwar hab ich ein Smartphone, aber auf einem Wildfire kann man nichts erkennen, egal mit welcher App 😉 

Enno

geschrieben am 5. August 2011 um 13:28

@Stephan: wie meinste das mit "zu umständlich zum Artikel zu gelangen"? Ist doch wie beim normalen Reader auch O_o Ich bevorzuge nur das Durchgehen der Artikel per Feed, statt alle ungelesenen Artikel vermischt "abzuarbeiten".

Nach ein bisschen Benutzung merkt man auch die Buggyness der Extension. Hier und da schleichen sich Darstellungsfehler ein. Trotzdem macht's mir mehr Spaß als mit dem normalen Design.

Enno

geschrieben am 5. August 2011 um 13:31

@Posen: du und deine Aversion gegen das, was der Rest der Welt als modernes Design einstuft... tze 😛 Ich nutze den Reader meist auch nur für Schlagzeilen. mMn sind RSS-Feeds ja auch genau dafür gedacht. In der Regel bieten Feeds ja auch nur eine verkürzte Ansicht der eigentlichen Artikel. Wenn ich mich dazu entschließe einen Artikel wirklich komplett zu lesen, surf ich die Seiten immer direkt an, halt nur über den Reader.