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AIM AV – Videokonferenz ohne Login und for free

geschrieben am 31. Mai 2011 um 14:55 von Enno

Ich werde aus Skype nicht ganz schlau. Manchmal klappt das mit der Videotelefonie, manchmal nicht. Oft müssen mehrere Verbindungsversuche her, eh Bild und Ton auf beiden Seiten stimmen. So hab ich das zumindest in der letzten Zeit erlebt. Und nun, wo Skype von Microsoft gekauft wurde, weiß man ja eh nicht wie’s weitergeht.

Als ich dann von AIM AV gelesen habe, wollte ich recht schnell jemanden finden, der es mit mir ausprobiert. Irgendwie ist es erst heute dazu gekommen. Meine Erfahrungen mit den freundlichen Mittestern Anselm und Karsten gibt’s nun inklusive Screenshots hier zu sehen.

Vorgeplänkel und so

AIM AV, ein Online-Videochat von AOL. Ohne Login. Kostenlos. Auf Flash-Basis. Das böse Flash 😀 Mein MacBook wurde recht heiß. Das von Anselm auch. Allerdings vermute ich ja fast, dass Steve Jobs da so eine Funktion hat einbauen lassen. Jedes Mal, wenn der FlashPlayer länger als 5 Minuten aktiv ist, setze die CPU-Temperatur 20°C hoch. Fühlt sich zumindest oft so an.

Aber back zum eigentlich Thema. Wenn ihr auf die Seite selbst geht, müsst ihr nur bestätigen, dass ihr älter als 13 seid und könnt loslegen. Beachtet bitte, dass Falschangaben an dieser Stelle hochgradig illegal sind und AOL daraufhin höchstwahrscheinlich das FBI auf euch hetzt!

Es folgt ein bisschen Flash-Konfiguration, die aber recht idiotensicher erklärt wird. Danach seht ihr eine Vorschau des Bildes, das eure Chat-Partner sehen und bekommt den Link angezeigt. Jetzt könnt ihr noch euren Namen eingeben und den Link dem Chatpartner eurer Wahl zukommen lassen. Das ganze funktioniert wohl auch per AIM und Facebook. Habe ich aber nicht ausprobiert.

Startbildschirm - bereit?

Startbildschirm - bereit?

Solltet ihr der englischen Sprache mächtig sein, werdet ihr erkennen, dass es bei Videokonferenzen mit AIM AV ein Limit von max. 4 Teilnehmern (inklusive euch selbst) gibt.

Ansicht und Einstellungen

Habt ihr dann den Link verschickt und jemanden gefunden, der auch drauf geklickt hat, sieht das ganze in etwa so aus:

Ansicht einer 3er-Konferenz

Ansicht einer 3er-Konferenz

Neben dem alltäglichen Abspasten und Rumgesülze – Videotelefonie halt – gibt es auch noch einige wenige Sachen zu entdecken. Mit der Maus über das eigene Bild fahren bringt euch z.B. ein paar Optionen. Diese beziehen sich aber jeweils nur auf das eigene Bild bzw. Mikro. Dabei:

  • Mikro stumm schalten
  • Video ausblenden
  • Bildschirm in Breitformat anzeigen
  • Einstellungen (Wahl zwischen Kameras und Mikros, meist obsolet)
  • Auflegen
Einstellungen bei Hover

Einstellungen bei Hover

Textchat und Breitbildformat

Einfach unten in das Textfeld entsprechend etwas eingeben. Der Text erscheint dann semi-transparent über dem jeweiligen Verfasser.

Textchat

Textchat

Hier sieht man übrigens auch schon die Ansicht, wenn man sich selbst im Breitbildformat darstellt. Sollten die Chatpartner es einem gleich tun, erhält man alle Bilder in breit. Natürlich. Aber auch in weniger hoch. Natürlich.

Breitbildansicht

Breitbildansicht

Macht für Videotelefonie eigentlich eher selten Sinn. Nicht umsonst heißen diese Ansichten auch Portrait- (Hochformat) bzw. Landscape-View (Breitformat). Zu zweit sieht das zwar besser aus…

Breitbildansicht bei einem Chatpartner

Breitbildansicht bei einem Chatpartner

muss aber trotzdem nicht sein.

Nervige Gäste kicken

Zu guter Letzt kann man natürlich noch unerwünschtes Personal kicken. Könnt ihr allerdings nur machen, wenn ihr den Chat selbst erstellt habt. Wenn ihr nur eine Einladung erhalten (=auf einen Link geklickt) habt, können leider nur andere drüber entscheiden, wer mit wem kommunizieren darf 😉

Doch selbst, wenn ihr es dürft: überlegt es euch vorher. Jemand, der einmal gekickt wurde, kann nicht erneut in den Chat eintreten. Logisch. Muss man aber bedenken.

Falls der Wunsch immer noch bestehen sollte, einfach über das Bild des Partners hovern (=Maus drüber halten) und das erscheinende „X“ oben rechts klicken.

Chatpartner rauswerfen

Chatpartner rauswerfen

Fazit

Als Alternative zu einem gerade mal wieder nicht funktionierenden anderen Client alle Male geeignet. Zumal man mit Skype und Facetime nur Dienste zur Hand hat, die sich Videokonferenzen kosten lassen.

Die Qualität ist allerdings nicht so berauschend. Solang man seine Geräte im Griff hat (Kamera und Mikro dürfen wohl von keiner anderen Applikationen verwendet werden), scheint aber alles zu funktionieren. Zum Zeigen eines neuen Haustiers, Hören der ersten Wörter des eignen Kindes während man grad im Irak kämpft oder Demonstrieren des Retina-Displays vom iPad 3 (hehe), ist die Quali aber einfach zu mies. Für schnelle Konferenzen reicht’s aber durchaus.

Probiert’s mal aus und lasst eure Eindrücke hier 😉



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